Unter Alpenflora versteht man die Gesamtheit der Pflanzen, die im Alpenraum beziehungsweise in europäischen Hochgebirgen unter- und oberhalb der Baumgrenze vorkommen. Die Pflanzenwelt in den Alpen umfasst ein paar hundert Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Einige davon sind mit Pflanzen aus tieferen Höhenlagen verwandt, einige mit Pflanzen, die in asiatischen Hochgebirgen vorkommen, andere mit Pflanzen aus dem Mittelmeerraum oder aus Skandinavien. Beim Bergsteigen und Wandern in Österreich wird Ihnen dadurch ein beeindruckendes Naturerlebnis zuteil.
Das Vorkommen der Arten verändert sich dabei mit der Höhe. Auch ist es abhängig vom Boden: es gibt Kalk liebende Pflanzen, die vorwiegend in den Kalkalpen vorkommen, und Kiesel liebende Pflanzen, die Silikat bevorzugen. Wo Kalk und Silikat aufeinander treffen, entsteht meist eine große Artenvielfalt. Alpenpflanzen, die durch Bäche und Flüsse in tiefere Lagen verbracht werden, bezeichnet man als Alpenschwemmling.
Waren nach dem Rückzug des Urmeeres zunächst Tropengewächse vorherrschend, so eroberten durch die Auffaltung der Alpen neue Pflanzenarten das neu entstandene Hochgebirge.
Typische Alpenpflanzen
Bekannt sind die verschiedenen Enziane und das Edelweiß, es gibt aber noch zahlreiche weitere typische Alpenpflanzen, zu denen auch Bäume und Sträucher gehören.
Anpassung an besondere Lebensbedingungen
Die alpinen Pflanzen müssen sich an die besonderen Lebensbedingungen in den Gebirgshöhen anpassen.