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Mit offenen Augen durch die Natur wandern

Wandern und Bergsteigen im alpinen Gelände © Nationalpark Kalkalpen - OÖ Tourismus

Wandern und Bergsteigen im alpinem Gelände erfordert neben etwas Erfahrung und Disziplin auch die Einhaltung einiger grundsätzlicher Regeln.

Wer eine Bergtour unternimmt, der sollte sich unbedingt vor der Tour über Schwierigkeit, Gehzeit, Stützpunkte, Zufahrtsmöglichkeiten und vor allem über die jahreszeitlichen Gefahren zu informieren.

Weiß man über all diese Dinge Bescheid, geht es noch um die richtige Zusammenstellung der  Wanderausrüstung.

Eine allgemeine Gefahr beginnt in der Regel bei Touren, die Trittsicherheit verlangen, oder bei Bergfahrten, die bereits als Kletterfahrten einzustufen sind. Unter "Trittsicherheit" versteht man Schwindelfreiheit bei freier Sicht in den Abgrund. Wer diese Voraussetzungen nicht mitbringt, soll von solchen Touren Abstand nehmen oder soll sich einem Bergführer anvertrauen.

Aber schon im leichteren Gelände lauern oft Gefahren, die man erkennen muss. Zu den häufigsten und gefährlichsten Unfallursachen zählt das Ausrutschen auf steilen Schneefeldern, die im Frühsommer häufig anzutreffen sind. Sie sind nach Möglichkeit nur mit Seilsicherung zu queren oder wenn möglich zu umgehen. Äußerst gefährlich ist das Betreten der vom Wasser unterhöhlten Lawinenkegel und Restschneeflächen. Vor dem Betreten immer auf ihren Zustand prüfen - Vorsicht bei hartem und vereistem Firn!

Eine häufige Gefahrenquelle ist der Steinschlag. Extrem gefährdete Stellen wie Rinnen, Kamine und unmittelbar unter Wänden soll man keinesfalls zu längeren Aufenthalten wählen. Bei gefährlichen Touren ist das Tragen eines Steinschlaghelmes obligat. Der vernünftige Bergsteiger ist streng darauf bedacht, keine Steine loszutreten. Eine wichtige Grundregel ist der sichere Schritt und Tritt, niemals hüpfen oder hinunterspringen. Dies gilt ganz besonders bei nassen oder vereisten Bodenverhältnissen. Vorsicht im schroffen Gelände!

Oft scheint ein Durchstieg leicht zu sein und endet kläglich, denn der schwierige Rückweg ist meistens abgeschnitten. Zum Gefahrenrisiko zählt im alpinen Bereich im besonderen Maße das Wetter. Bedenken Sie, dass in höheren Lagen bei einem Schlechtwettereinbruch die Temperaturen rapid fallen. Schneefall und Hagelschlag als Begleiterscheinung zu einem Gewitter sind keine Seltenheit. Bei Blitzschlaggefahr sind Gipfel, Kammlagen und Seilsicherungen unbedingt zu meiden. Bei Nebel markierte Wege nach Möglichkeit nicht verlassen! Vorsicht beim Baden in Gebirgsseen — die Kälteschockgefahr lauert schon wenige Meter vom Ufer entfernt.

Gletscher begeht man nur auf markierten Routen. Wenn es notwendig erscheint, sind aber selbst diese nur mit Seilsicherung zu begehen. Größte Vorsicht verlangen sichtbare Spalten. Die wichtigsten Verhaltensregeln sind Besonnenheit und die nötige Vorsicht. Eine Umkehr zur rechten Zeit ist keine Feigheit, Bergsteigen ist ein schöner Sport, jedoch die gesunde Rückkehr muss stets oberstes Gebot bleiben. Wenn aber einmal etwas passiert: kühlen Kopf bewahren und Hilfe holen. Vor Antritt einer Bergfahrt immer Route und Ziel bekannt geben.

Quelle: Wanderführer Dachstein-Tauern, 7. Auflage 2003/2004